Am 3. März 2026 fand in der Landwirtschaftlichen Fachschule Norbertinum in Tullnerbach die Fachtagung „Örtliche Raumordnung“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik (BD4) des Amtes der NÖ Landesregierung organisiert und brachte zahlreiche Planungsbüros, niederösterreichische Städte und die Amtssachverständigen des Landes NÖ zusammen. Knollconsult war mit drei Mitarbeiter:innen vertreten und brachte sich aktiv in das Programm ein.

Zum Auftakt wurden die fünf Schwerpunktthemen der Tagung im Rahmen von Impulsvorträgen vorgestellt. Jochen Schmid (Geschäftsführung Knollconsult) präsentierte dabei gemeinsam mit Lorenz Mitterwenger-Fessl (BD4) den Impuls zum Thema „Nachhaltige Bebauung & Beschränkung der Wohneinheiten“ und gab anhand praxisnaher Beispiele einen Einblick in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze.

Anschließend wurde der Austausch in themenspezifischen Arbeitsgruppen vertieft. Neben der Beteiligung in der Gruppe „Nachhaltige Bebauung & Beschränkung der Wohneinheiten“ war Knollconsult zudem in den Arbeitsgruppen „Darlegung des Baulandbedarfes / Baulandmonitoring“ sowie „Strategische Umweltprüfung (Zielorientiertes Screening & Scoping)“ vertreten. In lebhaften Diskussionen wurden gemeinsame fachliche Herausforderungen, mögliche Lösungsansätze sowie Erfahrungen aus der täglichen Praxis erörtert.

In der Arbeitsgruppe zum Baulandbedarf und Baulandmonitoring herrschte breiter Konsens darüber, dass fundierte Erhebungen und Analysen einen erheblichen Mehrwert bieten – sowohl zur Identifikation und Darstellung vorhandener Potenziale als auch als verlässliche Entscheidungsgrundlage für Gemeinden in der Raumordnung. Gleichzeitig wurden jedoch auch wesentliche Herausforderungen deutlich: die Verfügbarkeit relevanter Daten sowie deren Qualität, begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen auf Seiten der Gemeinden sowie Unklarheiten hinsichtlich der (Mindest-) Anforderungen, die das Raumordnungsgesetz an das Baulandmonitoring stellt. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, wurden in der Diskussion die folgenden Voraussetzungen hervorgehoben: die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses und fachlicher Standards sowie eine stärkere Unterstützung von Seite des Landes, etwa durch zentrale Datenerhebungen, die Bereitstellung bestehender Daten oder finanzielle Unterstützung.

Die Fachtagung bot eine äußerst bereichernde Plattform für den fachlichen Austausch mit den Amtssachverständigen für Raumordnung sowie mit Kolleg:innen anderer Planungsbüros. Der Blick auf unterschiedliche Herangehensweisen sowie der Diskurs zu gemeinsamen Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen lieferten wichtige Impulse für die zukünftige Praxis und Zusammenarbeit.

Wir freuen uns, dass der Dialog wieder aufgenommen wurde und umso mehr freut es uns, mit einem Impuls zur Entstehung dieser neuen Kommunikationsschiene beitragen zu können!

Beispiel: Qualitative Auswertung von Baulandreserven durch Knollconsult

Unsere Leistungsbilder zur örtlichen Raumordnung:

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