Die Österreichische Seenkonferenz (ÖSeeK) ist eine von der ÖGLA | Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur initiierte Fach- und Dialogplattform. Sie dient dem Wissensaustausch zu den Themen nachhaltige Seenentwicklung, Ufermanagement, Naturschutz, Raumplanung und öffentliche Zugänglichkeit von Seen.
Die erste Österreichische Seenkonferenz fand am 24. und 25. September 2026 in Weyregg am Attersee (Oberösterreich) im Pfarr- und Gemeindezentrum Weyregg statt. Knollconsult war durch Daniela Hanusch, die gekonnt als Moderatorin durch den ersten Konferenztag führte, und Karin Moser vertreten.
Nach der Begrüßung durch Vertreter:innen aus der Politik und der ÖGLA stand am ersten Konferenztag eine Reihe interdisziplinärer Fachvorträge auf dem Programm.
Passend zum Titel der Veranstaltung, „Uferlandschaften und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Seenentwicklung“, standen insbesondere folgende Themen im Mittelpunkt:
- Ökologischer Zustand österreichischer Seen und Seeufer
- Ufermorphologie und Gewässerentwicklung
- Öffentliche Zugänglichkeit von Seen
- Konflikte zwischen Naturschutz, Tourismus und Bebauung
- Baukultur und Landschaftsplanung an Seen
- Nachhaltige Nutzung und Gestaltung von Uferbereichen
Der zweite Konferenztag begann mit einem Beitrag der Gebietsbetreuung zum Europaschutzgebiet Mond- und Attersee und führte anschließend inhaltlich in die Schweiz, wo Erfahrungen und Ansätze aus dem Nachbarland vorgestellt wurden.
Im weiteren Verlauf war die aktive Beteiligung aller Teilnehmer:innen gefragt. In drei Panels zu den Themen „Gestalten und Erhalten“, „Seeuferplanung“ und „Rechtliche Verankerung“ wurden unterschiedliche Fragestellungen engagiert diskutiert. Die Ergebnisse wurden anschließend mit allen Anwesenden geteilt.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Schiffsexkursion auf dem Attersee. Bei bestem Herbstwetter konnten die Teilnehmer:innen aktuelle Uferprojekte sowohl vom Wasser aus als auch an Land besichtigen. Der niedrige Wasserstand ermöglichte dabei interessante Einblicke in sonst verborgene Uferbereiche. Gleichzeitig bot die Exkursion Gelegenheit für fachlichen Austausch in kleineren Gruppen.
Besonders bemerkenswert war die breite Beteiligung von Akteur:innen aus den Bereichen Landschaftsplanung, Wasserwirtschaft, Ökologie, Recht, Verwaltung und Wissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit. Gerade bei Themen wie Seezugang, Uferschutz, Nutzungsdruck, Baukultur, Biodiversität und ökologischem Zustand von Seen ist ein solcher interdisziplinärer Ansatz aus unserer Sicht eine wesentliche Voraussetzung, um komplexe Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Wir blicken auf zwei äußerst informative und von interessanten Gesprächen geprägte Tage am Attersee zurück und freuen uns darauf, die weitere Entwicklung der Österreichischen Seenkonferenz mitzuverfolgen.
Uferzone am Attersee (Eigene Aufnahme)
Verfasst durch: Karin Moser
Exkursion in der Mittagspause zum neu hergestellten öffentlichen Seezugang der Bundesforste (Eigene Aufnahme)