Der Freiraum des FH Campus Wien hat sich zu einem lebendigen Lern- und Begegnungsraum entwickelt, der Bildung über das klassische Lehrumfeld hinaus erweitert. Er bietet Studierenden, Lehrenden und Besucher:innen vielfältige Möglichkeiten für Austausch, Erholung sowie informelles Lernen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden im Studienalltag.

Bereits die großzügige Freitreppe (Abbildung 1) von der U1-Station Altes Landgut führt als einladendes Eingangselement in den Campus und schafft mit ihren Sitzstufen sowie Tisch-Bank-Kombinationen Orte für spontane Treffen, Gruppenarbeiten oder Lernpausen im Freien. Gemeinsam mit den zusätzlichen Sitzplätzen des Campus-Restaurants „Das Zehn“, die in den Sommermonaten Café-Atmosphäre in den Außenraum bringen, entsteht ein lebendiger Mittelpunkt des Campuslebens beim Haupteingang (Abbildung 2).

Abbildung 1: Freitreppe vor der U1 Station Altes Landgut

Abbildung 3: Klimafitte Staudenkomposition

Abbildung 2: Gasttronomiezone mit schattenspendenen Baumpflanzungen

Abbildung 4: Qualitative Baumstandorte

Besonders prägend sind die üppigen Staudenpflanzungen mit ihrer abwechslungsreichen Blühfolge und dem Schwerpunkt auf strukturgebenden Gräsern. In Kombination mit schattenspendenden Baumpflanzungen entstehen grüne Räume, die das Lernen in einer angenehmen Umgebung unterstützen und zugleich einen Ausgleich zum oft intensiven Hochschulalltag bieten. Die sorgfältig gestalteten Pflanzflächen schaffen eine natürliche, jahreszeitlich wandelbare Atmosphäre und verleihen dem Campus eine starke Identität.

Gut durchdachte Aufenthalts- und Ruhebereiche eröffnen ausgewählte Blickbeziehungen durch die Vegetation und laden sowohl zum konzentrierten Arbeiten als auch zur Erholung zwischen den Lehrveranstaltungen ein. Ergänzt wird das Angebot durch Fahrradabstellanlagen, einen Raucherbereich, zahlreiche Sitzgelegenheiten für den informellen Austausch sowie eine Slackline und eine Calisthenics-Anlage als Bewegungsangebote im Freiraum. Sie fördern aktive Pausen und tragen zu einem ausgewogenen Campusalltag bei.

Einen besonderen Beitrag leistet zudem die von Knollconsult in enger Abstimmung mit dem Studiengang Ergotherapie geplante Therapieterrasse. Mit Hochbeeten und Aufenthaltsflächen entstand ein praxisnaher Freiraum, der Lehre, Therapie und Aufenthalt auf qualitätsvolle Weise miteinander verbindet und den Studierenden zusätzliche Möglichkeiten für anwendungsorientiertes Lernen eröffnet.

Die ruhigen, schattigen Campusbereiche im Norden bieten Innenhöfe mit ausgewählter Möblierung, die sich für Freiluftklassen, selbstständiges Lernen oder kleinere Gruppenarbeiten eignen.

Abbildung 5: Innenhöfe mit Möbilierung für Freiluftklassen

Abbildung 7: Therapieterrassen

Abbildung 6: Aufenthalts- und Ruhebereiche

Abbildung 8: Calisthenics-Anlage als Bewegungsangebote im Freiraum

Der Freiraum der angrenzenden Baufelder greift die Vorgaben des von Knollconsult erstellten Masterplans auf. Dadurch entwickelt sich der gesamte Freiraum zu einem gemeinsamen identitätsstiftenden Ort, der die Architektur verbindet und weit über die einzelnen Bereiche hinauswirkt.

Masterplan zum Freiraum erstellt durch Knollconsult 

Verfasst durch: Cinja Langauer und Niklas Kandelsdorfer

Standorte:
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